Billiger drucken
von Andreas Haberl

Der Canon i865 ist ebenso wie sein Nachfolger, der Pixma iP4000, ein exzellenter Allround-Drucker, der sowohl als Fotodrucker eine gute Figur abgibt, als auch im Office-Druck seinen Mann steht. Offiziell wird der i865 als Office-Drucker geführt, weil ihm die extra Tinten Photo-Magenta und Photo-Zyan fehlen. Diesen Mangel macht er aber durch seine hohe Auflösung nahezu wieder wett.

Obendrein kann er aber neben der pigmentierten Schwarztinte für Text noch mit einer zusätzlichen Schwarztinte auf Dye-Basis aufwarten. Gegenüber herkömmlichen Druckern, die im Photodruck die Farbe Schwarz aus den Farben magenta, zyan und gelb zusammenmischen müssen, führt das Photo-Schwarz des i865 zum einem sparsameren Tintenverbrauch und zu einem höheren Schwarzkontrast.

Canon i865
Singel-Ink

Mit den mit Single-Ink-Technik ausgestatteten Druckern der i-Serie ab dem i550, bzw. der Pixma-Serie ab dem iP3000 beweist Canon gegenüber den Mitbewerbern ein deutliches Plus an Kundenorientierung.

Zum einen kann jede Farbe einzeln ersetzt werden, wodurch man nicht gezwungen wird, unnötig Restinte zu entsorgen, nur weil eine Farbe der Kompipatrone leer ist.

Zum anderen sind die Canon-Patronen weder durch Patente noch durch Schikane-Chips geschützt. Das führt dazu, dass sich ein breites Spektrum an kompatiblen Patronen für den i865 auf dem Markt findet.

Single-Ink
Jede Farbe hat einen separaten Tank
Kompatible Patronen

Während die Original-Patronen für etwa 10 Euro pro Patrone zu haben sind, beginnen die Nachbauten bereits bei 1 Euro pro Patrone. Vielen Erfahrungsberichten ist aber zu entnehmen, dass es mit diesen extremen Billigtinten oft zu erheblichen Problemen kommt. Einmal läuft die Tinte zu schnell und breitet sich überall im Drucker aus, wo sie nicht hingehört. Das andere mal läuft die Tinte zu langsam und der Druckkopf kann überhitzen, da die kühlende Tinte nicht nachkommt. Während im ersten Fall der Druckkopf noch gereinigt werden kann, kann er im zweiten Fall irreparablen Schaden nehmen. Bei den modernen Canon ist ein Ersatzdruckkopf meist fast so teuer wie der gesamte Drucker. Alles in allem sollte man sich gut überlegen, ob man dieses Risiko eingehen will, oder ob man sinnvoller etwas mehr ausgibt, und hochwertige Fremdtinte kauft. Diese Patronen beginnen bei etwa 3 Euro und sind damit immer noch deutlich günstiger als die Originale.

Original Canon-Patrone
Das Prisma zur Bestimmung des Tinten-Füllstands fehlt leider bei den meisten kompatiblen Patronen
Refill

Ein weiterer Vorteil der Canon-Single-Ink-Patronen ist, dass sie sich äußerst einfach wiederbefüllen lassen. Eine hervorragende Anleitung dazu findet sich unter http://www.enderlin.com. Gegenüber der Verwendung von kompatiblen Patronen ist die Einsparung beim Selberbefüllen abhängig vom Druckaufkommen. Denn je größere Gebinde man kauft, desto billiger ist die Tinte. Da die Tinte sich aber nicht ewig hält, sollte man schon nur soviel kaufen, wie man innerhalb von etwa 2 Jahren auch verbraucht. Aber unabhängig davon spricht noch etwas für das Selberbefüllen: es macht einfach Spaß!

Wenn Sie wissen wollen, wie es funktioniert, lesen Sie einfach unsere ausführliche Anleitung.

Refill-Tinte
Papier

Noch mehr als bei der Tinte kann man beim Papier sparen. Hochwertiges Canon-Photopapier kostet schon mal gerne 1 Euro pro A4-Bogen. Das günstigste von mir getestete Papier kostet dagegen 12 Cent pro Bogen. Worin sich die einzelnen Papiersorten noch unterscheiden, untersuche ich im ersten Schritt mit der Canon-Originaltinte. Im zweiten Schritt werden die gleichen Papiere mit Enderlin-Tinte bedruckt. Im Test befinden sich:

  • Rex Spezialbeschichtetes Fotopapier von Sihl (Aldi Süd)
  • Europe 100 Photo Paper Glossy (Minimal)
  • Unicorn Foto Glossy Inkjet Papier (Lidl)
  • Canon GP-301N Glossy Photo Paper
  • Canon MP-101 Matte Photo Paper

(ah)

Verschiedene Papiersorten