Canon reloaded - Pixma iP4000R
von Andreas Haberl

Der Pixma iP4000 räumt rigoros mit den Nachteilen seines Vorgängers auf: anstelle der hakeligen (De-) Montage der verschiedenen Kassetten für Fotopapiere im 10x15-Format oder CD/DVD-Rohlingen ist nun alles fest ins Gehäuse integriert. Auch eine Duplex-Einheit gehört zum Serienumfang

Der iP4000R bietet obendrein noch LAN-Zugang, sowohl kabelgebunden als auch wireless.

Die Installation

Die Hardware-Installation beschränkt sich auf das Entfernen aller Transportsicherungen, das Einsetzen des Druckkopfs in die entsprechende Halterung und schließlich das Einsetzen der fünf Tintentanks.

Das gedruckte Installationshandbuch beschreibt die notwendigen Arbeitsschritte ausführlich, gut verständlich und ausreichend illustriert.

Fehlt abschließend nur noch die Verbindung mit dem PC, bzw. mit dem Netzwerk. Sämtliche möglichen Anschlussarten - via USB, Netzwerkkabel oder WLAN - werden separat dokumentiert.

Was den konkreten Zeitpunkt betrifft, zu dem man den Drucker an den PC anschließt, sollte man sich allerdings penibel an die Bedienungsanleitung halten.

Bebilderte Installationsanleitung
Treiber und Software

Die Software-Installation kopiert die Treiber, Online-Dokumentation, die mitgelieferte Software-Suite und Tools für die Netzkonfiguration in einem Rutsch auf die Festplatte. Die Installationsroutine ist sehr übersichtlich und sehr auskunftsfreudig. Der Anwender erhält zu jeder Komponente eine kurze Info über deren Einsatzzweck und kann so entscheiden, ob eine Installation überhaupt wünschenswert ist.

Will man den iP4000R im Netz betreiben, hat die in der Bedienungsanleitung dokumentierte und von der Installationsroutine angediente Vorgehensweise einen kleinen Pferdefuß: Während der Installation wird eine temporäre Verbindung zwischen Drucker und PC via USB gefordert, um die Netzkonfiguration des Druckers vorzunehmen.

Zwar findet sich ein USB-Kabel im Lieferumfang des iP4000R, aber problematisch wird es dann, wenn der PC über keine USB-Ports verfügt. Aber es geht auch ohne USB-Verbindung, zumindest wenn sich ein DHCP-Server im Netz befindet. Wenn die Installationsroutine dazu auffordert, das USB-Kabel anzuschließen, wählt man stattdessen die Option, der Anschlussport manuell auszuwählen. Anschließend selektiert man einen beliebigen, ungenutzten Port. Der Port muss nicht mal physikalisch vorhanden sein! Danach läuft die Installationsroutine bis zum Ende durch.

Allerdings muss man jetzt noch die Netzkonfiguration des Druckers nachholen. Dazu startet man das frisch installierte 'BJ Network Tool'. Mit 'Anschluss hinzufügen' läßt sich jetzt der richtige Port für den Netzwerkdrucker anlegen. Im folgenden Dialog läßt sich mittels automatischer Erkennung der Drucker im Netz suchen. Jetzt wird der gefundene Drucker dem neuen Port zugeordnet und anschließend kann die Konfiguration der Netzparameter vorgenommen werden.

Die von Canon beigelegte Software-Suite enthält alte Bekannte. PhotoRecord2 zum Erstellen eigener Photoalben, EasyPhotoPrint zum schnellen Drucken von Photos und nicht zuletzt CD Labelprint zum Bedrucken von Rohlingen.

Das beim Canon i865 noch enthaltene ZoomBrowser EX enthält Canon den Käufern des iP4000R vor. Ein großer Verlust ist das aber ohnehin nicht.

Zubehör

Das Zubehör beim iP4000R ist üppig. Unten im Drucker befindet sich eine Papierkasette, die Papierformate zwischen 10x15cm und DIN A4 aufnehmen kann und das Papier zuverläßig vor Staub schützt.

Der Einzug für den Rohling-Caddy ist hinter eine Front-Lade fest eingebaut und muss nicht mehr wie beim i865 bei Bedarf drangefrimelt werden.

Das dickste Plus in Bezug auf die Ausstattung ist aber der serienmäßige Duplex-Einzug, der beim i865 noch teuer nachgerüstet werden musste.

Zu guter Letzt verfügt der iP4000 in seiner R-Inkarnation noch über ein Netzwerk-Interface, sowohl als RJ-45 Buchse als auch für WLAN.

Der Einzug für bedruckbare Rohlinge ist fest im Drucker integriert.
Druck-Qualität

Die Druckqualität unterscheidet sich nicht von der des i865. Auch der iP4000(R) reiht sich in die Riege der Office-Drucker ein und bietet dafür einen außerordentlichen Fotodruck.

Im Textdruck, der Paradedisziplin eines Officedruckers gibt sich der iP4000(R) keine Blöße. Mit geeignetem Inkjetpapier erzielt der Drucker Korrespondenzqualität.

Die Geschwindigkeit ist sowohl im Foto- als auch im Textmodus überzeugend und das bei im Vergleich zu Mitbewerbern günstigen Druckkosten.

Die Druckqualität überzeugt sowohl im Foto- als auch im Textdruck
Fazit

Der iP4000(R) ist keine Revolution, das war sein Vorgänger, der i865. Aber der 4000er der Pixma-Serie ist eine sinnvolle Weiterentwicklung, die mit allen Schwächen des Vorgängers in Bezug auf Handling aufräumt. Dazu gesellen sich dann noch Benefits wie die serienmäßige Duplex-Vorrichtung und beim 4000R das Netzwerk-Interface.

Pro:

  • Single Ink (und damit verbundenen niedrigen Druckkosten)
  • erstaunliche Photodruck-Qualität (für Office-Drucker)
  • sehr guter Textdruck
  • Bedrucken von CD-/DVD-Rohlingen
  • Duplex-Vorrichtung
  • Netzwerk-Interface

Contra:

  • Extrem kratzempfindliches Gehäuse

(ah)