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Märklin Sprint - Kellerbahn 2005
von Andreas Haberl
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Der Bau der 2005er Variante meiner Bahn ist endlich abgeschlossen. Hauptgrund für die Umbaumaßnahme war mangelnde Eignung der alten Strecke für moderne Slotcars. Nebenbei sollte sie auch ein wenig länger werden. Da ich aber nicht komplett von vorne anfangen wollte, war die Prämisse, an der alten Bahn möglichst weite Teile, die sich auch bewährt hatten, unverändert zu lassen. |
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Layout
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Der rechte Schenkel der Bahn ist absolut unverändert gegenüber der 2004er Version. Es beginnt auf der »Start/Ziel-Geraden« (ganz rechts, lilafarbene Schiene) und führt über eine weite Rechtskurve hin zur ersten Haarnadelkurve. Anstelle der vielen engen Kurven auf der alten Bahn, führt eine kurze Gerade ins »Karusell«, an dessen Ausgang eine Rampe bergauf in die »Kehre«, der zweiten Haarnadel, führt. Danach beginnt der High-Speed-Teil des Kurses: zwei lange Geraden verbunden durch eine weite » Steilwandkurve«. Hier können auch moderne Slotcars Vollgas fahren. Auf der Gegengerade nach der Steilwandkurve habe ich die »kleine Schikane« entfernt. Zum einen habe ich dadurch den Vollgasanteil erhöht, zum anderen hatte sich diese Schikane besonders für Gastfahrer als äußerst problematisch herausgestellt. Hier kam es auf der alten Strecke regelmäßig zu Abflügen. Nach der »Überfahrt«geht es auf die »große Schikane« zu. Hier heißt es wieder "Weg vom Gas" bevor im anschließenden »Kreisel« bereits wieder Schwung für die folgende Zielgerade aufgenommen werden sollte. |
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Karusell
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Das Karusell ist eine 270°-Kurve mit je einer gegenläufigen 45°-Kurve am Ein- und Ausgang. Hinter dem Karusell wird später die Bodenplatte der Steilwandkurve in 70mm Höhe montiert. Die Ränder des Karusells werden teilweise von der Zu- und der Abfahrt der Steilwandkurve überschattet. Deswegen ist es ratsam, das Karusell mit einer Bande zu sichern, die verhindern soll, dass abfliegende Autos unter der Steilwandkurve verschwinden. Für die Bande werden aus dünnem Karton (die "Rückseite" von DIN A0 - Zeichenblöcken) etwa 70 mm breite Streifen ausgeschnitten. Diese Streifen werden mit weißer Modelliermasse dick bestrichen. Dabei gilt es, der Oberfläche etwas Struktur zu verpassen. Wenn die Modelliermasse ausgetrocknet ist, wird der Streifen mit dem nötigen Anstrich versehen: Aus weißer und schwarzer Dispersionsfarbe wird der jeweilige Grauton gemischt. Für den ersten Anstrich wird ein sehr dunkles Grau gemischt. Die Fläche wird 100% deckend bestrichen. Nach etwa 20 Minuten Trocknungszeit erfolgt der nächste Anstrich, diesmal mit einem etwas helleren Ton und es wird nicht mehr die komplette Fläche bestrichen. Mit jedem weiteren Durchgang wird der Farbton heller und die zu bestreichende Fläche kleiner. Die Anzahl der Durchgänge sollte nicht kleiner als sechs sein. Zum Abschluss wird mit reinem Weiß, aber fast trockenen Pinsel noch leicht über einzelne Spitzen gestrichen. Letztendlich soll die "Bande" eine in den Fels gehauene Wand nachbilden. Mit 90°-Winkeln aus dem Baumarkt wird die Bande von hinten gegen die Außenrandstreifen des Karusells geklemmt und verschraubt. |
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Rampe
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Die Rampe ist die Auffahrt zur Kehre und muss auf vergleichsweise kurzer Strecke einen relativ großen Höhenunterschied überbrücken. Am Fuß weist die Rampe einen deutlichen konvexen Knick auf. An dieser Stelle ist das aber unkritisch, da die Schienen kerzengerade weiterlaufen. Vor der Kehre hat die letzte Gerade den gleichen Steigungswinkel wie die Kehre selbst. Die Rampe wird an beiden Seiten durch kleine "Felskämme" flankiert. Aus baumarktüblichen Maschendraht wird das Gelände geformt. Das Drahtgitter wird seitlich an die Rampe, bzw. an die Bodenplatte getackert. In Kleister eingelegte Zeitungsschnipsel werden in mehreren Schichten auf das Gitter aufgelegt und verklebt. Sobald das Rohgelände ausreichend getrocknet ist, wird es noch mit weißer Modelliermasse bestrichen. Das verleiht der Konstruktion zum einen zusätzliche Stabilität und zum anderen dient es als Grundierung. Abschließend erhält die getrocknete Masse den passenden Anstrich (siehe oben). |
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Kehre
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Die Kehre ist eine 180° Haarnadelkurve (Kurve 1220/1221). Sie führt nach der Rampe auf die Gerade vor der Steilwandkurve. Damit abfliegende Autos nicht gleich in den "Abgrund" stürzen, wird die Kehre zum ersten mit einer 15mm hohen Leitplanke/Bande gesichert, die driftenden Autos etwas Halt verschafft. Zusätzlich kommt noch ein Fangzaun aus Fliegengitter über die Leitplanke. An der Rückseite der Kehre wird ein Streifen Pappe angebracht, der die Lücke zwischen Grundplatte und Kehre verdeckt. Auch dieser Streifen bekommt mittels Modelliermasse etwas Struktur verpasst. Die Farbgebung erfolgt wieder analog zur Rampe. |
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Steilwandkurve
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Die Steilwandkurve verbindet die beiden längsten Geraden der Strecke und ermöglicht eine 4,1m lange Vollgaspassage. In die Bodenplatte der Steilwandkurve wird eine entsprechende Ausparung gesägt, um den Blick auf das darunterliegende Karusell frei zu machen. Die verbleibende Bodenplatte soll bis zum Innenrand der Steilkurve mit einer Felsformation bedeckt werden. Da auf der Innenspur fahrende Fahrzeuge gerne mal mit dem Heck in der Kurve nach unten pendeln, würden diese von den unregelmäßigen Felsformationen regelrecht zurückkatapultiert, was in kapitalen Abflügen münden würde. Aus diesem Grund ist der innere Fahrbahnrand unbedingt mit einer kleinen Bande zu entschärfen. |
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Der komplette neue Bahnabschnitt
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Zum Abschluss nochmal alle Änderungen in der Übersicht. Durch das Karusell geht es die Rampe hoch durch die Kehre. Mit Vollgas wird die Gerade, die Steilkurve und die anschließende Gegengerade durchfahren. Die übrigen, unveränderten Abschnitte der Strecke können hier begutachtet werden. |
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