Scalextric Sport Digital - Loft Track 2005
von Andreas Haberl

Die Gestaltung der SSD Bahn war von ein paar Schwierigkeiten geprägt.

Zum einen hatten wir noch keinerlei Erfahrungen mit den spezifischen Eigenheiten der Spurwechsel-Schienen, so dass wir hier erst einmal auf Vermutungen angewiesen waren. Zum anderen ließen die räumlichen Bedingungen keinen großen Spielraum für das Layout der Bahn.

Layout

Das 'T' als Grundform des Layouts ist den räumlichen Verhältnissen geschuldet.

Die Start/Ziel-Gerade befindet sich auf der rechten Seite des vertikalen T-Balken. Die Zieldurchfahrt ist ganz ans Ende der Gerade gelegt. Das war erforderlich, da Autos ohne Magnet zum Teil wild driftend aus der vorigen Kurve kamen und beim Beschleunigen auf der Gerade mit ausbrechenden Hecks über die Ziellinie schossen. Das führte in ungünstigen Fällen dazu, dass die in der Start/Ziel-Schiene integrierten Sensoren das Fahrzeug nicht identifizieren konnten, weil die Transmitter-LED an der Unterseite des Chassis nicht über den Sensor fuhr, sondern daneben vorbei. Das Verschieben der Start/Ziel-Linie ans Ende der Gerade führt dazu, dass sich die Autos bereits in der "Anbremsphase" für die anschließende Rechtskurve befinden, wenn sie die Ziellinie passieren und somit schön sauber über die Sensoren fahren.

Nach der ersten Rechtskurve geht es auf den ersten Spurwechsel zu, der wie alle Spurwechsel in unserem Layout von der Außen- auf die Innenspur führt. Dieser Spurwechsel ist die erste Überholmöglichkeit, denn die rote Spur ist die etwas schnellere. Folglich fahren alle Autos bevorzugt auf dieser. Will man aber einen (langsameren) Vordermann passieren, muss man notgedrungen auf die etwas langsamere, grüne Spur wechseln. Der Spurwechsel 1 bietet dazu die erste Gelegenheit. Im Idealfall kann man am Spurwechsel 2 wieder zurück wechseln auf die rote Spur. Hat man es bis dahin nicht geschafft, den Gegner zu überholen, muss man wählen, ob man sich wieder hinter ihm einreiht, oder ob man auf der grünen (langsameren) Spur bleibt. Dann kann man aber erst wieder am Spurwechsel 4 zurück auf die rote Spur wecheln.

Spurwechsel 3 führt ebenfalls von der schnelleren, roten auf die grüne Spur und ist damit die zweite Überhohlmöglichkeit. Diese ist sogar noch besser geeignet als die erste, denn direkt im Anschluss an den Spurwechsel folgt die längste Gerade im Layout. Dort kann man versuchen, den zu überhohlenden Gegner auszubeschleunigen. Man muss aber aufpassen, denn am Ende der Geraden der überhohlende Wagen die schlechtere Innenspur in der Kurve.

Anzahl Spuren
2
Streckenlänge
18,14m / 18,62m
Streckenrekord
- s
Längste Gerade
2,45m
Der Aufbau

Bei der Tischkonstruktion haben wir uns diesesmal für einen anderen Weg entschieden. Als Basis haben wir fünf Tischgestelle konstruiert. Auf diese Gestelle haben wir dann jeweils eine Pressplatte verschraubt. Die Pressplatten haben wir dann nochmal von unten gegeneinander verschraubt, damit sie schön plan aneinander lagen.

Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass es keinen Rahmen benötigt. Außerdem ist es schön modular aufgebaut. Sollte man irgendwann eine andere Grundform benötigen, lassen sich die Tische einfach anders anordnen.

Anschließend haben wir die Schienen gemäß dem mit Slotman entworfenen Layout ausgelegt. Im ersten Schritt ist es wichtig zu prüfen, ob man die Schienenenden auch wieder zusammen bekommt, ohne dass irgendwo im Layout Schienen wieder auseinander gezogen werden.

Im zweiten Schritt gilt es die Überführungen sowie die zugehörigen Auf- und Abfahrten zu implementieren. Zu diesem Zeitpunkt hat das ganze noch provisorischen Charakter. Deshalb reicht es, dafür die mitgelieferten Plastikstützen, Holzkeile oder was auch immer zu verwenden. Ziel ist es, ein Gefühl für die einzelnen Steigungen zu bekommen und Knicke zu eliminieren.

Ist man mit dem optischen Ergebnis zufrieden, kommt der wichtigste Part in diesem Stadium: Testfahrten. Und zwar möglichst viele und lange. Diese Probefahrten verfolgen mehrere Ziele.

Zum einen soll geprüft werden, ob irgendwelche technischen Mängel im Layout enthalten sind. Also ob z.B. eine Auf- oder Abfahrt einen Knick enthält, an dem Autos deslotten, oder ob eine Unterführung zu niedrig, oder ähnliche Probleme. Solche Fälle sind schnell identifiziert und genauso schnell behoben.

Das zweite Ziel der Testfahrten ist, zu prüfen, ob das gewählte Layout auch Spaß macht. Dabei gilt es natürlich auch immer die persönlichen Vorlieben abzuwägen. Zum einen sollte der Kurs für den Langzeitspaß nicht zu anspruchslos sein, auf der anderen Seite sollten aber auch Neulinge eine faire Chance haben, auf dem Kurs zu bestehen. Bei all diesen Überlegungen sollte man sich ausreichend Zeit lassen und ausgiebig fahren.

Die Tischgestelle...
 
... mit Tischplatten
 
Die Bahn als Prototyp.
Die Ausgestaltung

Fortsetzung folgt ...