Scalextric Sport Digital - Retro-Fitting
Ford GT40 MkII
Die Chips

Scalextric bietet zwei unterschiedliche Ausführungen seines Digital-Chips an, mit denen sich theoretisch alle beliebigen Slotcars für die Scalextric Sport Digital umrüsten lassen. Die "Saloon Type" Ausführung ist die Standardversion des Chips. Die "F1 Type" Ausführung unterscheidet sich von der erstgenannten hauptsächlich durch kleinere Abmessungen und eignet sich dadurch für den Einbau in Fahrzeugen mit beengten Raumangebot.

Das Platzangebot im GT40 ist äußerst knapp, weswegen hier der "F1 Type" Verwendung findet.

Die "F1 Type" Ausführung des Scalextric Digital Chips.
Vorbereitungen am Chassis

Bevor man sich an den eigentlichen Einbau macht, sollte man sich erstmal überlegen, wo das Transmitter-LED angebracht und der Chip zum liegen kommen soll. Dabei gilt es zu beachten, dass das Transmitter-LED möglichst nah hinter dem Leitkiel platziert wird. Außerdem sollte vorab überprüft werden, ob sich mit dem Chip an der geplanten Stelle die Karrosserie wieder montieren lässt, und zu guter letzt sollte geschaut werden, ob man mit den Kabellängen hinkommt.

Wie schon beim GT3R bietet sich auch beim GT40 die vorderste Magnethalterung als Montageort für das Transmitter-LED an. Mit einem 3mm Bohrer wird das darin befindliche Loch etwas geweitet.

Um das LED später befestigen zu können, habe ich aus einem alten Dichtungsring aus einem Wasserhahn ein kleines Stück rausgeschnitten und in die Magnethalterung platziert (siehe Bild). Hier kann die LED dann später einfach durchgesteckt werden.

Außerdem können die Motorkabel schon mal entfernt werden.

Vorbereitung des Chassis für die spätere LED-Montage.
Vorbereitung des Chips

Am Ende der Kabel zu den Stromabnehmern befindet sich das kleine "Ferrit-Männchen", das Störimpulse unterdrücken soll. Die gleiche Konstruktion befindet sich auch bereits am Motor eines Scalextric-Autos und sollte auch dort belassen werden. Die Füße des "Ferrit-Männchens" aber sind für die neuen, runden Leitkiele von Scalextric gedacht und passen beim Ford GT40 nicht. Deshalb weg damit.

Noch ein Wort zu den "Ferrit Männchen": Besonders das am Motor ist sehr wichtig, da es Störimpulse, die der Motor produziert, unterdrückt und somit den Chip davor schützt. Würden diese Störimpulse zum Motor gelangen, können die seltsamsten Effekte auftreten: der Wagen wechselt selbsttätig seine ID, oder der Wagen gibt selbsttätig Gas.

Das "Ferrit-Männchen" bei den Stromabnehmern soll den Chip vor Störimpulsen schützen, die von der Bahn kommen.

Das Ferrit-Männchen
Chipeinbau

Die ursprünglichen Motorkabel sind ja bereits entfernt. Die Beinchen des Ferrit-Männchen am Ende der Schleiferkabel werden an die Blechzungen der Stromabnehmern angelötet, an denen ursprünglich die Motorkabel mittels Flachstecker angeschlossen waren.

Beim Löten ist zu beachten, dass das gelbe Kabel mit dem rechten und das grüne Kabel mit dem linken Stromabnehmer zu verbinden ist.

Der Chip hat im vorderen Bereich des Wagens keinen Platz, da das Inlet des Wagens sonst nicht mehr passt. Lediglich direkt vorm Sidewinder-Motor findet sich genügend Raum. Also wird der Chip dort parallel zum Motor positioniert. Damit das metallische Gehäuse des Motors keinen Kurzschluss auf der Chipplatine verursacht, wird das Gehäuse zur Sicherheit mit Isolierband abgedeckt. Jetzt wird die Transmitter-LED einfach in die vorbereitete Halterung gesteckt. Die LED sollte ausreichend Halt haben, damit sie nicht verrutschen kann.

Der Chip selbst muss nicht befestigt werden.

Jetzt müssen nur noch die neuen Motorkabel des Chips an das Ferrit-Männchen des Motors angelötet werden. Wichtig ist dabei, auf die korrekte Polung zu achten, sonst fährt der Wagen nur rückwärts.

Beim Zusammenschrauben des Chassis mit der Karrosserie sollte darauf geachtet werden, dass der Befestigungszapfen der Karrosserie für die vordere Schraube nicht dem vorderen Ferrit-Männchen in die Quere kommt.

Das "Ferrit-Männchen" wird an die Stromabnehmer gelötet.
 
Anschluss der Motorkabel